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Richard Haller — Porträt
Vorhang auf für

Richard Haller

Schauspieler · Innsbruck — Zürich — Berlin — München — Telfs

Ein Mann, viele Gestalten

Vom Jedermann zum Andre Hofer

Alle Bühnen ein Leben

Zürich — Bern — Berlin — München — Salzburg

Ein Leben für die Bühne

Bis zum letzten Vorhang
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Prolog

Vom kleinen Innsbrucker Krippenspieler zum Filmdarsteller — vom Jedermann vor der Stadtpfarrkirche über die großen Bühnen in Zürich, Bern und Berlin bis zurück nach Tirol: Dieses Archiv erzählt in Fotografien, Theaterprogrammen und Pressestimmen die Geschichte eines Mimen aus Leidenschaft.

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0Jahre im Rampenlicht
I.

Innsbruck — Die Anfänge

1958 – 1962
Plakat: Der Jedermann, Innsbruck Stadtpfarrkirche 1958
„Der Jedermann“ — Hofmannsthal in Tiroler Bearbeitung, Stadtpfarrkirche Innsbruck, Juli 1958

Es beginnt mit einem Wagnis: dem Tiroler „Jedermann“ auf dem Pfarrplatz von Innsbruck, Sommer 1958. Die Kritik ist begeistert, das Publikum strömt — und ein junger Schauspieler namens Richard Haller macht sich einen Namen.

Nur ein Jahr später steht er am Tiroler Landestheater als Andre Hofer in Franz Kranewitters Trauerspiel auf der Bühne — mit Vollbart, ganz Sandwirt. Der Landeshauptmann von Tirol bedankt sich schriftlich „für die großartige schauspielerische Leistung“. Es folgen „Von Mäusen und Menschen“ und das Gastspiel im Wiener Akademietheater.

Porträt Richard Haller Richard Haller als Andre Hofer Dankschreiben des Landeshauptmanns
II.

Zürich & Bern

1960 – 1962

Der Sprung über die Grenze: Am Schauspielhaus Zürich hilft Richard Haller „Françoise Sagan zum Erfolg“ — in der deutschsprachigen Erstaufführung von „Ein Schloß in Schweden“. Die Tiroler Tageszeitung titelt stolz: „Richard Haller im Spiegel der Schweizer Kritik“.

Am Stadttheater Bern steht er in Shakespeares „Julius Cäsar“ auf der Bühne, dazu Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ samt „Der großen Wut des Philipp Hotz“ — und zu Weihnachten spielt er „vor kleinen Leuten“ im Märchen „Tischlein-deck-dich“.

Julius Cäsar — Szenenfoto Porträt mit römischem Helm Szenenfoto in Königskostüm
Ein Schloß in Schweden — Schauspielhaus Zürich
„Ein Schloß in Schweden“ — Schauspielhaus Zürich, 1960
III.

Film & Fernsehen

Die 1960er
Vom Sägewerk zu Bühne und Film — Zeitungsartikel
„Vom Sägewerk zu Bühne und Film“ — der Killer in „Der Bucklige von Soho“

Die Zeitungen lieben die Geschichte: die „seltsame Karriere“ des Richard Haller, der einst im Sägewerk arbeitete und nun als „Killer vom Dienst“ vor der Kamera steht — unvergessen als Bösewicht in „Der Bucklige von Soho“.

Der markante Tiroler mit dem Vollbart wird zum gefragten Charakterkopf des deutschen Films und Fernsehens — vom Krimi bis zu Käutners „Emil und die drei Zwillinge“.

Killer vom Dienst — Artikel Am Filmset Private Aufnahmen
IV.

Berlin — Die Bühnenjahre

1969 – 1973

Berlin, April 1969: In der Tribüne spielt Richard Haller den Amphitryon in der Erstaufführung der Komödie von Peter Hacks. Die Kritiken überschlagen sich — „Merkur mit Melone“, „Wie Gott auf Erden“, „Mit der Sprache schlägt er zu“. Ein Dutzend Rezensionen füllt das Album.

Es folgen Günter Grass' „Die Plebejer proben den Aufstand“ im SFB-Studio, Frischs „Graf Öderland“ und Abende im Kleinen Theater am Südwestkorso — „Spaß auf 99 Plätzen“.

Amphitryon — Szenenfotos Maskenkostüm Berlin, Gedächtniskirche
Gestern abend in der Tribüne — Amphitryon-Erstaufführung
„Amphitryon“ von Peter Hacks — Erstaufführung in der Tribüne, Berlin 1969. Richard Haller in der Titelrolle.
V.

München & Salzburg

1974
Wie ein Festessen — Die Medaille und Brautschau im Cuvilliés
„Wie ein Festessen“ — Ludwig Thomas „Die Medaille“ und „Brautschau“ im Cuvilliéstheater München

Bei den Salzburger Festspielen steht Richard Haller in Giorgio Strehlers legendärem „Spiel der Mächtigen“ auf der Bühne der Felsenreitschule — „Ein Königreich als Bühne“.

Im Münchner Cuvilliéstheater feiert er mit Ludwig Thomas Einaktern „Die Medaille“ und „Brautschau“ ein „bayerisches Fest für erstklassiges Volk“ — die Kritik jubelt über „das Vergnügen des Wiedererkennens“.

VI.

Telfs — Zurück in Tirol

1982

Der Kreis schließt sich in der Heimat: Bei den Tiroler Volksschauspielen Telfs 1982 spielt Richard Haller in Karl Schönherrs Dramen — „Schönherr zur Potenz“, urteilt die Presse, und die Premiere ist „von Erfolg gekrönt“.

Im großen Interview bekennt sich der Heimkehrer noch einmal zu seinem Lebensthema: „Mime aus Leidenschaft“.

Szenenfoto Telfs Spielstätte Spielstätte innen
Mime aus Leidenschaft — Interview
„Mime aus Leidenschaft: Richard Haller“ — das große Interview, 1982
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Fotografien

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Epilog

„Volksschauspieler und Krimibösewicht“

So verabschiedete sich die Presse vom Innsbrucker Richard Haller — einem Schauspieler, der den Jedermann und den Andre Hofer, den Amphitryon und den Killer von Soho spielte, und der auf allen Bühnen zwischen Innsbruck, Zürich, Berlin und München zu Hause war. Der Vorhang ist gefallen. Der Applaus bleibt.